Veranstaltungen

 

Hier finden Sie Hinweise auf Veranstaltungen mit historisch-geographischem Bezug (z. B. Vorträge) in Marburg oder in der Umgebung. Falls Sie wünschen, daß eine geplante Veranstaltung hier erwähnt werden sollte, können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.
 

Lehrveranstaltungen zu historisch-geographischen Themen finden Sie unter der Rubrik Projekte
 

Vergangene Veranstaltungen:
 


Alle Vorträge seit dem Wintersemester 2009/2010 wurden gefördert durch das Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaften
 

Wintersemester 2010/2011:

1. November 2010
Annika Schmitt M.A. (Osnabrück)
Begrenzte Ressourcen - Ressourcen ohne Grenzen? Markennutzung in der Epoche der Frühen Neuzeit am Beispiel des Hochstifts Osnabrück

Die Verteilung natürlicher Ressourcen erfolgte in der Epoche der Frühen Neuzeit im Rahmen von so genannten Markenverbänden. Als "Marken" wurden im Nordwestdeutschen Raum jene genau begrenzten naturräumlichen Gebiete bezeichnet, innerhalb deren die Nutzung von Wald, Weide und Wasser über Herrschaftsverhältnisse und Herkommen geregelt war. Der Vortrag wird einerseits die der Markennutzung impliziten Nachhaltigkeitsstrategien im Untersuchungsraum des ehemaligen Hochstifts Osnabrück diskutieren. Zum anderen wird das Konfliktpotential der im 18. Jahrhundert eintretenden Veränderungsprozesse im Zuge einer neuen "aufgeklärten" Naturauffassung innerhalb des Markenverbandes thematisiert.
 
 

Sommersemester 2010:

3. Mai 2010
Dr. Markus Dotterweich (Landau)
Historische Bodennutzung und Bodenzerstörung in Mitteleuropa und im Südosten der USA

Eine intensive Landnutzung verändert nicht nur das Landschaftsbild sondern sie erhöht auch die Vulnerabilität der Wasser- und Stoffflüsse gegenüber natürlichen Extremereignissen. Dies spiegelt sich im Auftreten von Bodenerosions- und Hochwasserereignissen wider. Heute finden wir an den Hangfüßen und in den Auen der Flüsse oft mehrere Meter mächtige Sedimente. Diese archivieren die über Jahrtausende ablaufenden und langfristig wirkenden Prozesse. In Kombination mit geomorphologischen, paläoökologischen, pedologischen archäologischen und historisch-geographischen Methoden lassen sich diese Informationen auslesen und im Kontext der Mensch-Umwelt-Wechselwirkungen interpretieren. Dies soll an einigen Beispielen aus Mitteleuropa (Schwerpunkt Südpfalz) und dem Südosten der USA aufgezeigt werden.
 

31. Mai 2010
Dr. Alfred Lameli (Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas, Marburg)
Sprache trifft Geographie. Das Beispiel der deutschen Regionalsprachen.

Die Sprachgeographie ist einer der prominentesten Subdisziplinen der internationalen Linguistik. In Deutschland kann die Wissenschaft zudem auf eine beträchtliche Tradition zurückblicken, die in wesentlichen Teilen mit der Geschichte des Marburger Forschungszentrums Deutscher Sprachatlas verknüpft ist. Gegenstand des Vortrages wird vor diesem Hintergrund ein Einblick in die Historie und die Methoden raumbezogenen Sprachvariationsforschung sein. Darüber hinaus werden Ergebnisse jüngerer Projektarbeiten vorgestellt.
 

7. Juni 2010
Manfred Gerhardt (Verein für Geschichte und Volkskunde, Lohra)
Erosionsschluchten und mittelalterliche Ackerterrassen im Raum Marburg

In der Marburger Mittelgebirgslandschaft sind in der Feldflur und ganz besonders auch in heutigen Waldflächen viele Reste von Ackerterrassen erhalten. Diese Relikte wurden in den fünfziger und sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts besonders von Prof. Dr. K. Scharlau Marburg und Dr. Martin Born Marburg untersucht und dem Mittelalterlichen Landausbau zugeordnet. Der Vortrag soll zeigen, wie stark die Landschaft durch Terrassen geprägt war. Die zeitliche Einordnung der vielen Erosionsschluchten dieser Region steht zwar noch aus, an besonders ausgeprägten Erosionsschluchten im Bereich Herchenberg bei Niederwalgern wird jedoch ein zeitlicher Zusammenhang beider Formationen deutlich.
 

28. Juni 2010
Dr. Johannes Ey (Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung, Wilhelmshaven)
Mittelalterliche Besiedlung und früher Deichbau im Wangerland, Ldkr. Friesland, Niedersachsen

Die schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelten Marschen des Wangerlandes treten in karolingischer Zeit als friesischer Gau "Wanga" erstmals historisch in Erscheinung; für die regionale Missionierung spielte die dortige Sendkirche von Hohenkirchen eine wichtige Rolle. Seit dem frühen 7. Jahrhundert ist die Besiedlung durch offensichtlich von Westen eingewanderte Friesen archäologisch fassbar, wie die Ergebnisse siedlungsarchäologischer Untersuchungen des NIhK zeigen.

Für die Zeit seit dem 11. Jahrhundert ist der Deichbau im nordwestdeutschen Küstengebiet historisch überliefert. Siedlungsgeographische Untersuchungen u. a. des NIhK machen deutlich, dass es sich hierbei offensichtlich um ringförmige Deiche handelt. Bereits während des 12. Jahrhunderts wurden dann eingebrochene Meeresbuchten zurückgewonnen, indem man die Meereesarme quer durchdeichte und abschnittsweise in Richtung Küstenlinie vordeichte. Seit dem 13. Jahrhundert gibt es den küstenparallelen Winterdeich ("Goldener Ring").
 
 
 

Wintersemester 2009/2010:
 
Vortragsreihe des Historisch-geographischen Netzwerks
Geographie - Mensch - Umwelt - Geschichte
Gefördert durch das Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaften
 
 

17./18.10.2009:
 
Burgen und Landschaften in der Umgebung von Marburg und Gießen
In Zusammenarbeit mit dem Marburger Arbeitskreis für Europäische Burgenforschung
 
 

18.04.2009:
 
Historisch-geographische Tagesexkursion mit burgenkundlichem Schwerpunkt in den Marburger Raum
In Zusammenarbeit mit dem Marburger Arbeitskreis für Europäische Burgenforschung und dem Arbeitskreis Dorfgeschichte Dreihausen
 
 

24.01.2009:
 
Interdisziplinärer Workshop
Stadt, Land, Fluß
Landes-, Orts- und Reisebeschreibungen aus historischer und geographischer Perspektive

 
 

26.01.2008:
 
Workshop mit dem Schwerpunkt
Mensch und Umwelt
in Geographie und Geschichte